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04. September 2007: Hoffnungsvolle Nachrichten aus Island
Walfang lohnt sich nicht. Anscheinend hat das nun auch der isländische Fischereiminister Einar Guofinnsson
eingesehen. Er kündigte an, ab jetzt keine Fangquoten für die kommerzielle Jagd mehr zu erlauben.
Hintergrund für den plötzlichen Sinneswandel des Ministers:
Für Walfleisch existiert kein Markt mehr. Um es doch noch
profitabel zu verkaufen, spekulierte Island auf den Export des
Walfleisches nach Japan. Aber selbst dort will es niemand
haben. Tausende Tonnen lagern in Japans Kühlhäusern,
so dass das Fleisch sogar zu Hundefutter verarbeitet wird.
Andererseits wird es aber in Gourmet-Restaurants zu irr-
witzigen Preisen angeboten. Japan befürchtet außerdem,
Walfleisch aus Island könne zu stark mit Umweltgiften
belastet sein.
Island hat im letzten Jahr von den 30 genehmigten Minke-
und 9 Finnwalen »nur« jeweils 7 getötet. Die Laborergeb-
nisse von Tests auf Schadstoffbelastungen des Fleisches
wurden nicht veröffentlicht - keine gute Voraussetzung, um
Kapital aus dem Verkauf der toten Tieren zu schlagen.
Neben der kommerziellen Waljagd hatte sich die isländi-
sche Regierung außerdem eine Zweijahres-Quote für den
so genannten wissenschaftlichen Walfang verordnet.
Die wissenschaftliche Jagd auf Wale ist aufgrund einer
Sonderklausel der Internationalen Walfangkommission (IWC)
leider immer noch nicht verboten. Doch auch die wissen-
schaftliche Quote von 200 Walen für die Jahre 2003 bis
2005 wurde bis heute nicht ausgeschöpft.
Die Entscheidung des Fischereiministers, keine neuen
kommerziellen Quoten zu erlassen, ist zwar ein Anfang, aber
ein endgültiges Verbot des Walfangs muss her! Dass keine
Notwendigkeit für wissenschaftlichen Walfang besteht,
bestätigt auch das wissenschaftliche Komitee der IWC.
Allerdings boomt der Markt für Whale-Watching: Weltweit
werden mit Wal-Safaris über 1 Milliarde Euro verdient. Alleine in Island könnte man damit über 100 Millionen
Euro jährlich verdienen. Diese Summe käme zustande, wenn ca. 4,5 Prozent aller Greenpeace-Förderer
weltweit Island bereisen würden. Voraussetzung dafür wäre natürlich die Einstellung der Waljagd.
Daher bitten wir Sie: Machen auch Sie mit und fordern das Ende der isländischen Walfangjagd.
Quelle: Greenpeace
Weitere Infos zu diesem Thema hier und hier ...
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