Liebe Besucher unserer Homepage
Die ersten 6 Wochen der laufenden Saison sind
bereits vergangen. Wie immer im Frühjahr liegen
einige windige Tage hinter uns, aber auch sehr
viele wundervolle Tage auf See.
Wie in jedem Jahr sind auch diesmal die großen
Bartenwale vor den Azoren angekommen. Bei fast
allen Ausfahrten haben wir große Wale gesichtet:

Pottwale, Blauwale, Buckelwale, Seiwale und
Finwale. Große Tümmler, Gemeine Delphine,
Risso´s Delphine, Streifendelphine und auch
schon die ersten Fleckendelphine. Dazu jede
Menge Karettschildkröten und Sturmtaucher.
Seiwal im Abendlicht, Foto: @ Frank Wirth
Es gibt auch besonderes zu berichten:

Zum einen hat es in diesem Jahr ungewöhnlich viele kleine Garnelen gegeben. Teilweise waren die
Strände rot eingefärbt ! Und das ist natürlich genau das richtige Futter für Bartenwale. Woher die Barten-
wale kommen, die hier vor Pico gesichtet werden und wohin sie ziehen, ist unbekannt. Es bleibt uns nur
die Vermutung:
Pottwale bleiben das ganze Jahr über in unseren Gewässern, während Blau-, Fin- und Seiwale nur kurze
Besucher sind. Diese drei Arten scheinen im Atlantik umherzuziehen auf der Suche nach Nahrung. Es liegt
nahe, dass sie zu den Sommermonaten in die Nordmeere wandern, um dort von den gewaltigen Nahrungs-
ressourcen zu zehren, die das ewige Eis für wenige Wochen frei gibt.
Besser wissen wir es von den Buckelwalen: Diese kommen aus den Reproduktionsgründen nahe der
westafrikanischen Küste, um an den Azoren einen Snack zu nehmen. Dann geht es weiter in die russische
Barentssee.
Eine ungewöhnliche Liebesgeschichte ...
Am 14.Mai 2004 hatten wir eine besondere Begegnung mit
einem Blauwalmännchen, welches von einer großen Seiwal-
dame begleitet wurde. Die beiden wurden von uns 90 Minuten
lang beobachtet. Dort wo der Seiwal auftauchte (er kann nicht
so lang die Luft anhalten wie der Blauwal), war auch immer
der Blauwal immer in der Nähe. Die beiden reisten sozusa-
gen Schulter an Schulter!
Was diese Partnerschaft zu bedeuten hat, wird uns sicher ver-
borgen bleiben, aber es ist schon interessant, dass es zu sol-
chen Gemeinschaften kommt. Sicher sind Sei- und Blauwale
miteinander verwandt. Beide gehören zu den Bartenwalen und
der Gruppe der Furchenwale. Aber ob dies ausreicht, um sich
eventuell sogar miteinander fortzupflanzen, ist eine interes-
sante Frage. Wir mutmaßen, können uns aber letztendlich
freuen, so etwas Besonderes beobachtet zu haben.

Gigantischer »Blumengruß« ...
Am gleichen Tag hatten wir bereits am Morgen eine Begeg-
nung der dritten Art. Nur 6 Meilen von Madalena entfernt war
eine Gruppe Potwale unterwegs. Es waren anscheinend
sieben männliche Tiere, die sich zu einem so genannten
»Social Meeting« getroffen hatten – und dabei lassen sich
Pottwale nicht stören. Die Tiere trieben im Wasser, aufrecht
stehend mit den Kopfspitzen aus dem Wasser. Dies dauerte
über eine Stunde, und die Tiere stießen fast gegen unsere
Boote. Sie bildeten sogar die »Margaritenblüte«, eine Forma-
tion, die eigentlich nur zum Schutz von Jungtieren einge-
nommen wird. Anscheinend wird diese aber auch bei der
Kommunikation verwendet. Uns hat es gezeigt, dass man
immer wieder neue interessante Beobachtungen machen
kann – und dies nach all den Jahren, die ich hier schon unter-
wegs bin.

Wal-Auflauf ...
Am 16.Mai 2004 zeigte es sich, dass wir den Titel unseres
Programms »Die Saison der Giganten« richtig gewählt hatten:
2 große Finwale, 2 Seiwale, 6 verschiedene Blauwale und ein
Buckelwal ! Die großen Jungs sind alle da und somit kata-
pultiert sich Pico auf den ersten Platz in der Weltbestenliste !
Leute, kommt zur Saison der Giganten 2005 oder schnappt
Euch noch ein Ticket für Jun
i.

Die Teilnehmer der ersten Gruppe unseres Programms
»Saison der Giganten« kamen als Fremde. Sie gingen als
Freunde und bescheinigen uns, dass sich die Erlebnisse auf
dem Meer rund um Pico tief in die Köpfe eingebrannt haben.
Wahrlich unvergessliche Stunden liegen hinter uns. Und der
eine oder andere aus dieser Gruppe hat bereits eine Vorreser-
vierung für unsere
Patagonienreisen vorgenommen. Darüber
freue ich mich sehr denn nur dort sind die Erlebnisse der
letzten Wochen zu toppen, im Reich der südlichen Glattwale ...
Seiwal vor Pico, Foto: @ Frank Wirth
Good bye Pottwal, Foto: @ Frank Wirth
Auftauchender Blauwal , Foto: @ Frank Wirth
Finwal , Foto: @ Frank Wirth
Auch aus der Taucherecke gibt es Neuigkeiten:

Roland, unser neuer Divemaster hat sich bestens in
das Thema »Atlantik« eingearbeitet und träumt nachts
von seinen Tauchgängen.
An unserem Hausriff vor Madalena sind bereits die
ersten großen Buckelrochen gesichtet worden. Diese
werden bald den Nachwuchs zur Welt bringen.
Auch unser Barakudaschwarm am Ilheus hat überlebt.
In diesem Jahr sind es hunderte von Tieren die dort zu
sehen sind.
Herzlich Willkommen!

Die erste junge Walvoluntärin ist auch bei uns
angekommen und hat bereits den Geruch eines
Blauwalblases zu riechen bekommen.
Hier berichtet sie selbst von ihren Erlebnissen.

Zu guter Letzt möchte ich noch einmal auf unsere wirklich grandiosen Reisen in Patagonien
hinweisen. Diese beginnen im Oktober und Termin 2 und 3 werden sicher stattfinden.
Infos dazu finden Sie auf www.patagoniaproject.net.

Für Januar bauen wir gerade eine Gruppe fotobegeisterter Menschen zusammen, die mit uns auf
eine »Very Special Safari« in
Kenya gehen wollen. Es werden 2 Wochen sein. Diese Reise wird
nur an Insider verkauft und nicht ins Internet gestellt. Also meldet Euch bitte bei Interesse.
Ich möchte es nicht versäumen, mich bei allen Gästen, die uns Ihr
Vertrauen schenkten und schenken werden, zu bedanken und freue
mich auf alle, die noch kommen werden.

In diesem Sinne sende ich beste Grüße
von der schönen Azoreninsel Pico

Ihr / Euer
Frank Wirth
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