Die Wale haben ein Problem:
Es läuft auf zwei Beinen und heißt Mensch.
Vom 16. bis 19. Juni 2003 treffen sich Ver-
treter aus 46 Ländern zur alljährlichen internationalen Walfangkonferenz (IWC), diesmal in Berlin.
Dabei steht wieder einmal die Zukunft
des Walfangverbots auf der Tagesordnung.
Japan und Norwegen weigern sich nach
wie vor beharrlich, ihre Fangflotten zu ver-
schrotten. Auch Island möchte gerne
wieder in das gewinnversprechende
Geschäft einsteigen, obgleich es längst
mehr Geld mit Whalewatching als mit
dem Verkauf des Fleisches erzielt.
Das Walfleisch ist stark belastet ist mit
Dioxin, Schwermetallen und anderen
Chemikalien.
Außer Umweltgiften macht allen Waltieren
außerdem die starke Lärmbelastung durch
U-Boote und Schiffe zu schaffen. Wer also
nicht gnadenlos gejagd wird, ist vergiftet,
ertrinkt in Schleppnetzen als »Beifang«
oder strandet, fehlgeleitet durch Sonare der
amerikanischen und der deutschen Marine.
Das IWC kümmert sich ausschließlich um Großwale, und
bei ihren jährlichen Treffen geht es meistens um die Frage,
ob das 1986 in Kraft getretene Jagdverbot weiter bestehen
soll – oder ob die Hatz wieder eröffnet werden darf.

Für die kleinen Wale und Delfine glaubt das IWC bisher nicht
zuständig zu sein. Und auch nicht für alle Probleme, die die
Meere und damit auch Wale betreffen.

Ist doch eigentlich logisch, dass man das ändern muss!
Denn besonders den Kindern stinkt's, dass jährlich ca. 250.000
Wale und Delfine einen gewaltsamen Tod sterben.

Und wenn das Problem der Wale der Mensch ist, ist er auch die
Lösung dieser Probleme!

Gerade die Delphinschulkinder und Ihr, die es vielleicht schon in
diesem Jahr werdet, könnt etwas tun.

Es gibt viele Möglichkeiten, die Welle zu machen!
Die Verbraucherschutz-Ministerin Frau Künast die die
Schirmherrin der diesjährigen WC-Konferenz. Sie hält
Walschutz für sehr wichtig – aber ob sie auch auf die Idee
kommt, dass aus der Walfang-Kommission eine
WalSCHUTZ-Kommission werden soll?

Ihr könnt Ihr auf die Sprünge helfen, damit sie dafür sorgt,
dass die deutschen Verteter (EURE Vertreter) einen
entsprechenden Antrag einbringen.

Schreibt Ihr einen Brief. Legt Fotos von Eurer Begegnung
mit den Walen und Delfinen bei, erzählt davon, was Ihr
erlebt habt. Auch haben viele von Euch tolle Bilder
gemalt, die Ihr mitschicken könnt.

Sammelt Unterschriften in der Schule und legt sie bei.
Und dann ab in die Post an:

Bundesministerium für Verbraucherschutz
Frau Renate Künast
Wilhelmstraße 54
10117 Berlin

Nachtrag 2007:

Leider ist Frau Künast nicht mehr unsere Verbraucher-
schutzministerin. Horst Seehofer heißt der derzeitige
Bundesminister. Das Bundesministerium tritt zwar noch
immer für den Walschutz ein, aber leider findet man auf
der Homepage nicht mehr so viele Informationen darüber
wie damals, als die Frau Künast noch Ministerin war.

Deshalb ist es jetzt doppelt so wichtig, dass ihr Kinder
dem Herrn Seehofer mal ordentlich klarmacht, wie
wichtig Euch das Thema ist! Irgendwie hat er das nämlich
noch nicht so ganz kapiert, das er auch EUCH vertreten
muss.


Hier also noch mal die neue Adresse:

Bundesministerium für Verbraucherschutz
Herr Horst Seehofer
Wilhelmstraße 54
10117 Berlin
Auch Greenpeace hat extra anlässlich der
Walfang-Konferenz in Berlin eine Homepage
für Kinder
angelegt. Dort findet Ihr weitere
Informationen und viele tolle Ideen und
Vorschläge, wie man die Welle machen kann!
Eltern können
sich hier
informieren
.
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