Das Azoreanische Gesetz zur Wal- und Delphinbeobachtung
Die Azoreaner haben sich einen Verhal-
tenscodex für die Beobachtung der Wale
und Delphine gegeben, dem wir uns
verpflichtet fühlen, denn wir verstehen uns
als Naturschützer und Anwalt der Waltiere.

Bitte akzeptieren und respektieren auch
Sie unsere Verhaltensregeln. Damit
tragen Sie maßgeblich zu einer verträg-
lichen Entwicklung des Tourismus auf
den Azoren bei.
Seien Sie sich über das Privileg bewußt,
diese wunderbaren Tiere besuchen zu
dürfen und insbesondere dann, wenn Sie
die Möglichkeit haben, mit Delphinen zu
schwimmen.
Entenwalgruppe, Foto: @ Frank Wirth
Auszug aus dem
Azoreanischen Gesetz zur Wal- und Delphinbeobachtung


Die Bootsgeschwindigkeit darf nie die Geschwindigkeit
des Tieres um mehr als 2 Knoten überschreiten und muss
konstant gehalten werden

Bei Annäherung an ein Tier sind plötzliche Richtungs-
änderungen zu vermeiden. Die Annäherung erfolgt langsam
und schräg von hinten.

Jeder Lärm, der das Tier stören könnte, muss vermieden
werden. Der Gebrauch von Sonargeräten ist untersagt.

Wenn das Tier sich gestört fühlt oder die Observation beendet
ist, kehrt das Boot in gleicher Richtung zurück, aus der es kam.

Der Mindestabstand zu Walen und Delphinen ist 50 m.
In besonderen Situationen, wie bei ruhenden oder gebähren-
den Tieren ist ein Abstand von 500 m einzuhalten.

Bei mehr als 3 Booten ist bei Walen ein Abstand von 500 m,
bei Delphinen ein Abstand von 300 m einzuhalten. Die Anwesen-
heit mehrerer Boote sollte jedoch möglichst vermieden werden.

Niemals ist zwischen ein Muttertier und ihr Junges zu fahren.
Es ist außerdem darauf zu achten, dass keine Tiere von einer
Gruppe getrennt werden.

Die Beobachtung darf 30 Min. nicht überschreiten. Sind mehrere
Boote vor Ort, ist die max. Zeit zwischen den Booten aufzuteilen.
Anfassen und füttern der Wale und Delphine ist strengstens
verboten.

Das Schwimmen mit Walen ist nicht erlaubt. Das Schwimmen
mit Delphinen ist nur mit Schnorchelausrüstung gestattet.
Tauchgerät ist verboten.

Weitere Infos
hierzu finden
Sie im auf den
Seiten des »Whale
Watching Web
« der
Universität Helsinki.
Noch ein offenes Wort:

Die Geschichte der Azoren ist geprägt durch eine lange Walfangtradition. Sie beeinflusst
bis heute die Identität der Azoreaner, die aber auch stets geprägt war und ist von dem
Respekt vor den Walen und vor der Natur. Dies zeigt sich heute insbesondere im
Engagement derjenigen ehemaligen Walfänger, die uns als Vigias unterstützen, und
damit viel zur Erforschung und zum Schutz der Tiere beitragen. Bitte fällen Sie daher
keine vorschnellen (Vor)urteile.
Fotos: @ Hanne Wecken
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