|
Der Begriff »Orca Alarm« hat nichts dramatisches, sondern ist unser Geflügeltes Wort für ein wundersames
Ereignis, das sich fast jedes Jahr um die gleiche (Uhr)Zeit wiederholt. Wir hatten verstärkten Orca Alarm 2005
und Orca Alarm 2003. Und nun waren sie wieder da!
Es war wieder kurz nach 7.00 Uhr, als Senior Anteiro uns wieder mal mit den Worten anrief: »Orcas, rapido!«
Also haben wir alle geweckt, die wir erreichen konnten. Unser Skipper Fernando war ausgeschlafen und so
konnte unsere Enterprise als erstes Boot auslaufen. Um 9.00 Uhr trafen wir eine Gruppe von gut 15 Orcas
10 Meilen vor Sao Mattheus. Unsere Boote konnten die Tiere 4 Stunden begleiten.
Man nennt ihn auch »Schwertwal« wegen seiner bis zu 1,8 m hohen Rückenfinne. Etwas weniger nett ist der
Name »Killer Wal«, Außerdem ist er kein Wal, sondern gehört zur Familie der Delphine und ist somit ein Raub-
tier wie andere Delphine auch. Weil er der größte Delphin ist, sind seine Beutetiere natürlich auch größer.
Er ernährt sich von Kalmaren, Fischen, Vögeln, Schildkröten, Seelöwen und kleineren Delphinen. Er ist einer
der vielseitigsten aller Raubtiere unter den Cetaceen und hat z. B. auch besondere Jagdtechniken entwickelt.
Am bekanntesten und am spektakulärsten ist wohl die der Strandjagd.
Man vermutet, dass es »Nichtansässige« und »Ortstreue« gibt. Nichtansässige sind in kleineren Schulen über
weite Strecken unterwegs, während ortstreue Orcas in sehr organisierten Gruppen von bis zu 25 Tieren durch
kleine Gebiete streifen.
Die Orcas werden zwischen 6 und 7,5 m lang, wobei die männlichen Tiere deutlich größer und wuchtiger sind.
Ein erwachsener Orca wiegt zwischen 2,5 und 9 Tonnen. Die Schwertwale zeichnen sich durch ihre schicke
schwarz-weiße Zeichnung aus und sind an ihrer hohen Rückenfinne gut zu identifizieren. Sie schauen sich
gerne um (Spyhopping) und springen auch häufig. Einst waren sie weit verbreitet, heute schätzt man ihre
Population auf ca. 18.000 Tiere. Sie sind häufiger in polaren Regionen anzutreffen als in subtropischen und
tropischen auf jeden Fall immer da, wo es ordentlich »was auf die Gabel gibt«.
|
|