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Eine Familie mit vier Kindern war an Bord der Odin und natürlich unser Skipper Cesar sowie der Marine-Skipper Paolo. Wir hatten gerade von unserem Vigia Anteiro erfahren, dass in der Nähe Pottwale sind und machten uns gut gelaunt auf den Weg. Die Sonne strahlte und das Meer war so ruhig, dass wir plötzlich etwas `komisches` auf der Oberfläche treiben sahen. Cesar verlangsamte sofort die Geschwindigkeit und vorsichtig pirschten wir uns an dieses «etwas» heran. Schnell konnten wir dann erkennen, dass es ein Stück von einem Fischernetz war, in dem ca. fünf bis sechs tote Seevögel hingen. Doch plötz- lich bewegte sich das Netz ! Eine Meeresschildkröte war völlig in den Schnüren verfangen. Sie trieb zusammen mit dem Netz an der Wasseroberfläche, so dass sie atmen konnte, jedoch wurde ihr der Weg in die Freiheit durch die Schnüre versperrt und somit war jegliche Nahrungssuche für sie unmöglich. |
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ganz aufgeregt und zogen das Netz an das Boot heran. Ich habe die Schildkröte an Bord gehoben und Paolo befreite sie mit einem Messer von ihren Fesseln. Sofort fing die Schildkröte an, in der Luft zu paddeln. Ihre Arme wiesen deutliche Abdrücke auf. Es schien, als wäre sie schon etwas länger in dem Netz gefangen gewesen. Bei dem Versuch, sich zu befreien, hatte sie sich immer mehr und immer fester verheddert. |
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sie keine anderen sichtbaren Schäden davon- getragen hatte, entließ Cesar die Schildkröte zurück in die Freiheit. Sie tauchte sofort ab, so dass wir sie nicht mehr sehen konnten. Wir waren alle überglücklich, dass wir diesem wunderschöne Meerestier helfen konnten, waren jedoch traurig, dass für die Vögel jegliche Hilfe zu spät kam. Anscheinend hatten sie sich bei der Futtersuche in dem Netz verfangen. Um anderen Tieren diese Leid zu ersparen, ban- den wir das Netz an der Odin fest und brachten es an Land. Nachdem wir unser Möglichstes getan hatten, machten wir uns mit einem über- großen Lachen auf den Gesichtern und voller Vorfreude auf den Weg zu den Pottwalen. Wir kamen auf unsere Kosten: Springende Pottwale! |
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| Fotos und Bericht: © Antonia Willmes | |||||||||||||||||||||||||||||
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