April 2006: Kleiner Knirps ...
Zwergpottwal, © Jochen Schäfer, www.joshimages.com
Was Sie da oben auf dem Bild sehen, sind unverkennbar zwei Wale. Allerdings sind sie quasi eine Brief-
taschenausgabe und sind die nächsten Verwandten der Pottwale. Ein erwachsenes Tier wird max. 3,5 m
groß und wiegt max. 400 kg. So klein sie auch sind – sie wecken dennoch die Begierde der Walbeobachter,
denn sie sind selten und meist nur schwer zu entdecken:

Der Zwergpottwal (Kogia breviceps/pygmy sperm whale) lebt meist weit von der Küste entfernt und ist recht
scheu. Er scheint ein wenig geheimnisvoll, nicht nur, weil er so selten gesichtet wird. Wenn er erschrickt,
verliert er eine dunkle Darmflüssigkeit, mit der er eine dichte Wolke hinterläßt, in der er abtaucht. Man ver-
mutet, dass dies, ähnlich wie die Tinte bei Tintenfischen, zum Schutz vor Feinden dienen soll.
Der Zwergpottwal ist lange nicht so weit verbreitet wie sein großer Artgenosse. Auch ist die Größe seiner
Population gänzlich unbekannt, somit weiß man auch nicht, ob diese Art bedroht ist.

Die zweite kleine Pottwalart ist übrigens der Kleine Pottwal (Kogia simus/Dwarf Sperm Whale) mit einer max.
Länge von 2,7 m und einem max. Gewicht von 275 kg. Auf See ist es fast unmöglich, ihn vom Zwergpottwal
zu unterscheiden, und da sein Verbreitungsgebiet noch kleiner ist als das des Zwergpottwals, nehmen wir
an, dass es sich bei dieser Sichtung (Bild oben) eher um Zwergpottwale handelt.

Gesichtet hat sie übrigens der Glückspilz Jochen Schäfer, der ja auch schon hinreichend Bekanntschaft mit
den Größten, den Blauwalen gemacht hat. Wir berichteten ...
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